Tarifvertrag metallindustrie thüringen

In der Metallurgie und Elektronik ergibt dies für dieses Jahr eine durchschnittliche Steigerung von nur 3,7 Prozent (was heute für das Durchschnittsgehalt 3.418 entspricht) und für 2019 etwas mehr als 3 Prozent (etwa 3,6 Prozent, wenn die 400 vollständig bezahlt wird). Im Vergleich zu den 27 Monaten der Laufzeit der Vereinbarung kommt es für ein Durchschnittsgehalt zu einer Erhöhung um 3,5 Prozent pro Jahr, etwas mehr für die niedrigsten Kategorien (aber immer vorausgesetzt, dass die 400 bezahlt werden). Bei einem prognostizierten Preisanstieg von 2 Prozent wird die Inflationsrate überschritten, aber die Produktivitätssteigerungen sind nicht enthalten. Schließlich wies Helga Schwitzer, Mitglied des IG-Metall-Vorstands, auf die wichtige Rolle der Sozialpartner auf Der Betriebsebene hin. Sie betonte, dass es ihre Verantwortung sei, die einzelnen Punkte des Pilotabkommens aus Baden-Württemberg umzusetzen. Am 22. Mai 2012 begrüßte Frau Schwitzer in einer Pressemitteilung auch den mit der VGZ erzielten Kompromiss zur Verbesserung der Bedingungen für Leiharbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie. Nur wenige Tage später wurde auch ein weiterer Tarifvertrag unterzeichnet, diesmal für Leiharbeitnehmer in der Branche. In vielen Kommentaren zu dem Abkommen stellt sich die Frage, die in den Vordergrund tritt. Tatsächlich haben wir gesehen, dass es sich um ein abscheuliches Schnäppchen handelt, das dem Kapital mehr gibt als den Arbeitnehmern. Was ausgehandelt wurde, ist in der Tat nur eine individuelle Kürzung (bis zu 28 Stunden) von fester Dauer, mit dem Recht, auf 35 Stunden zurückzukehren. Der zu zahlende Preis ist die Möglichkeit für die Arbeitgeber, die Zahl der eingestellten Arbeitnehmer auf 40 Stunden zu vervielfachen, was sie derzeit bereits praktizieren: Sie stellen derzeit 13 Prozent der Erwerbsbevölkerung bundesweit (18 Prozent in Baden-Wrttemberg, dem Land, das als Pilotregion fungiert); es ist zulässig, diese auf 30 % mit betriebstechnischer Vereinbarung zu erhöhen, bei einem Mangel an qualifizierten Fachkräften, und bis zu 50 % (“Strukturquote”) für Unternehmen, die technologisch am weitesten fortgeschritten sind, wiederum nach einer Betriebsvereinbarung, wenn mindestens 50 % der Beschäftigten einen hohen Koeffizienten haben (Lohngruppe 12 des baden-wrtembergischen Übereinkommens , zuvor EG14). Der Betriebsrat kann von seinem Vetorecht bei den drei Quotenrecht Gebrauch machen, für die erste (13-18 Prozent) aber nur, wenn es um 4 Prozent überschritten wird.

Letztendlich gibt es keine Arbeitszeitverkürzung für alle Arbeitskräfte. Es gibt nur Veränderungen in der Zeitverteilung, illegale Quotenüberschreitungen sind jetzt legalisiert und die Tür wird weit geöffnet, um weitere Überschreitungen zu ermöglichen. Der Chefverhandler von Sdwest-Metall (Arbeitgeberverband der Industrie im Südwesten), Stefan Wolf, irrte sich nicht: “Wir haben viel und gerade viele Öffnungen für die Erhöhung der Arbeitszeit bekommen”. Im Gegensatz zu dem, was von den Mainstream-Medien festgestellt wird, gibt es in diesem Abkommen keine Arbeitszeitverkürzung. Wenn isolierte Mitarbeiter ihre Arbeitszeit individuell reduzieren, kann der Chef andere dazu bringen, in der gleichen Maßnahme länger zu arbeiten. Mit der Regel von 13 Prozent (oder 18 Prozent) hatten wir schon gesehen, wie sie massiv genutzt und oft überschritten werden kann. Allerdings findet der Chef immer Opfer, die sich nicht wagen, sich seinen Wünschen zu widersetzen. Und das verschlimmert den Trend zur immer größeren Arbeitszeit. Die Tarifverträge werden immer komplexer, die Kluft zwischen den Kategorien von Arbeitnehmern, kollektive Regelungen, die immer weniger schützend sind, keine allgemeine Arbeitszeitverkürzung… Die negativen Punkte des Tarifvertrags 2018 in der Metallindustrie sind wirklich krass. Am 22.

Mai 2012 äußerte sich VGZ-Chefverhandler Thomas Bäumer in einem Presseartikel zu den vereinbarten Zuschlagszahlungen für Leiharbeitnehmer in der Metallbearbeitung. Bäumer betonte, dass die zusätzlichen Kosten, die durch den jüngsten Kompromiss entstehen, von den Verwenderunternehmen getragen werden müssten.