Tarifvertrag berliner baugewerbe

Gemäß der Vereinbarung werden die Tarife und Grundgehälter, die vor beginne des Existenzminimums berechnet wurden, seit dem 1. September 2017 um 35 Prozent erhöht und erreichen 60 Prozent der Lohnerhöhung am 1. Dezember 2017. Gleichzeitig werden im Einklang mit der EU-Richtlinie 98/59/EG neue Garantien für den Schutz von Arbeitsplätzen vor Massenentlassungen eingeführt. Der Mindestlohn für die ungelernten Bauarbeiter wird um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde steigen. Zudem wird der sogenannte Mindestlohn 2 (für Facharbeiter), der für die westdeutschen Staaten und Berlin gilt, um 20 Cent erhöht. In Westdeutschland beträgt der Mindestlohn 2 15,40 Euro pro Stunde und in Berlin 15,25 Euro. Der neue, erhöhte Mindestlohn läuft bis Ende 2020 Heute wurde der Nationale Tarifvertrag im Bau- und Baustoffsektor zwischen dem Ministerium für regionale Entwicklung, Bau, Wohnungsbau und kommunale Dienstleistungen der Ukraine und PROFBUD – Arbeitergewerkschaft der Bau- und Baustoffindustrie der Ukraine unterzeichnet. Der Nationale Tarifvertrag im Bau- und Baustoffsektor wird die Arbeitsbedingungen und die Gehaltserhöhung von mehr als 650 000 Bauarbeitern und Zehntausenden weiteren Inständen wie Zement, Gipsmischungen und -brettern, Metall- und Holzwerken, Ziegel-, Nichtmetall- und Keramikproduktion, Bauverkehr sowie in vielen weiteren Sektoren, die unter dieses umfassende Abkommen fallen, beeinflussen. “Dieses Abkommen wird das Leben von 650.000 ukrainischen Bauarbeitern verbessern”, sagte PROFBUD-Präsident Vasyl Andrejew. “Ohne die Bemühungen unserer BHI-Kollegen auf der ganzen Welt wäre das nicht möglich gewesen.” Der Nationale Tarifvertrag war das Ergebnis der Bemühungen hunderter Gewerkschaftsorganisationen in der Ukraine und im Ausland. Die BHI unterstützte den Kampf von PROFBUD während der “Frühjahrsoffensive”.

Der europäische und der asiatische Kontinent wurden Anfang 2017 von einer Reihe von Aktivitäten und Protesten heimgesucht. BHI-Generalsekretär Ambet Yuson hat während seiner persönlichen Teilnahme an der Kundgebung von PROFBUD zur Unterstützung des Nationalen Tarifvertrags eine starke Botschaft der Unterstützung für die Forderungen der ukrainischen Arbeitnehmer nach besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen geliefert. Zwischen der gewerkschaftlichen Gewerkschaft IG BAU und den Bauunternehmern wurde eine Lohnvereinbarung zur Erhöhung der Baumindestlöhne geschlossen. Die neuen bundesweiten Löhne gelten ab dem 1. April 2020. “Mehr als 200.000 Bauarbeiter profitieren von den höheren Mindestlöhnen”, sagte IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger. Im Nationalen Tarifvertrag sind neue gesonderte Verpflichtungen zur Gleichstellung des Geschlechts sowie Sozialschutz und obligatorische Sonderversicherung im Falle einer HIV-Infektion vorgesehen. Weitere Informationen: igbau.de/Bau-Mindestloehne-steigen-unterste-Lohngrenze-liegt-ab-April-bei-12-55-Euro.html Vertragsparteien des Abkommens haben auch den Rahmen für weitere Verhandlungen über die bestmögliche Umsetzung der internationalen Gesundheits- und Sicherheitspraktiken in ukrainische Rechtsvorschriften (IAO-Übereinkommen 167, 121 und 187) abgeschlossen.